Ferrero Deutschland stattet seine Vertriebsmitarbeiter mit iPads aus

Der Süßwarenhersteller Ferrero hat 200 seiner Vertriebsmitarbeiter in Deutschland mit iPads und entsprechenden Business-Applikationen ausgestattet. Weitere 60 Mitarbeiter aus dem Management erhielten iPads für Collaborations-Anwendungen. Client-Infrastruktur-Verantwortliche und CIOs beschäftigen sich derzeit mit dem Thema “Client-of-the-Future” unter dem Stichwort “iPad”. Wie Ferrero sich der Angelegenheit annhmen kann, hat das IT-Beratungshaus Experton in einer Studie festgehalten.

Die Herausforderung, vor der Unternehmen stehen, die mobile Geräte integrieren möchten, ist leicht erklärt: Die IT der Unternehmen muss es schaffen, nicht zugelassene und nicht-standardisierte Geräte der Mitarbeiter ins Unternehmensumfeld zu integrieren. Um Komplikationen zu verhindern, müssen Richtlinien für die Nutzer festgelegt werden – Verbieten und Verhindern.

Ein anderer Weg ist Tolerieren und Ignorieren. Die IT der Unternehmen kümmert sich nicht aktiv um die Thematik oder bindet die nicht-standardisierten Geräte von Fall zu Fall nach verschiedenen Kriterein ein und bietet Services selektiv an.

Die Berater von Experton sind allerdings der Meinung, dass beide Wege nur für den Moment hilfreich sind. Der empfohlene Weg ist die dynamische und effektive Verfolgung und Unterstützung der Strategie, des Geschäfts und damit auch der Geschäftsprozesse. Dazu gehört, insofern die Wirtschaftlichkeit und eine gewisse Marktreife gegeben sind,  auch der frühzeitige Einsatz innovativer Technologien.

Ferrero hat auf diesem Wege sein “iPad-Problem” gelöst. Ferrero Deutschland ist eins der größten Unternehmen seiner Art in Europa. Der Umsatz des 1946 in Alba/Piemont gegründeten Unternehmens liegt jährlich bei ca. 6,2 Milliarden Euro. Alleine in Deutschland werden ungefähr 3.600 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Management-Mitarbeiter sollen das iPad mit den Collaborations-Anwendungen hauptsächlich für E-Mails, einen verbesserten Workflow und für Präsentationen nutzen. Die Initialzündung für das Projekt kam von Vertreibsmitarbeitern, die den Einsatz der Apple-Tablets vorgeschlagen haben. Der IT-Bereich, der die Idee unterstützte, legte daraufhin einen Business Case fest und startete die Umsetzung.

Bisher nutzten die Vertriebsmitabeiter des Unternehmens Din A4-Mappen, um Kunden über neue Produkte oder Promotionsaktivitäten zu unterrichten. Enthalten waren Hochglanzfolien und Prospekte. Das Ziel war es, eine neue modernere Präsentationsform zu finden. Die Mitarbeiter waren von der Geschwindigkeit, in der ein iPad hochfährt sehr angetan, da es eine angenehme Zeitersparniss auf hektischen Dienstreisen bedeutet.

Ein weiterer Pluspunkt durch die Einführung der iPads sind die enormen Einsparungen durch wegfallende Druckkosten. Auch die Erstellung der Unterlagen und der Verteilungsprozesse findet kostengünstiger und schneller statt. Im Vorfeld der Realisierung des Projektes wurden Wirtschaftlichkeitsrechnungen erstellt, die beide Wege verglichen.

Nach den postiven Ergebnissen dieser Rechnungen stand der Umsetzung nichts mehr im Wege. Die gesamte Projektdauer von Tag eins bis zum Rollout dauerte knappe vier Monate für die Vertriebs-Lösung und nur zwei Monate für die Collaboration-Lösung.

Die für den Vertrieb speziell entwickelte App kann von den Mitarbeitern über einen exklusiven “Ferrero App Store” bezogen werden. Der wichtige Upgrade-Prozess findet ebenso über den hauseigenen App Store statt. Firmeninterne Policies wurden für den Einsatz der iPads optimiert. Auch ein internationaler Synchronisierungsprozess wurde entwickelt.

Hans Altmann, der Manager für die IT-Infrastruktur bei Ferrero, ist mit der Einführung der iPads sehr zufrieden. Einzig der Support von Apple wurde etwas bemängelt und, dass die Apple Tablets spürbar nicht für den Enterprise-Bereich gedacht sind. Jegliche Problematik konnte aber von der Ferrero-IT gemeistert werden.

Experton sagt, dass der Weg, den Ferrero gegangen ist, ein sehr gutes “Best-Practice-Beispiel” sei, an dem sich andere Unternehmen orientieren können. Die iPads sollen zunächst in den nächsten drei Jahren eingesetzt werden. Im Anschluss wird man sich zusammensetzen und über die nächsten Schritte entscheiden.

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