Computacenter hat gemeinsam mit Experton eine Umfrage durchgeführt, die aufklärt, was Unternehmen daran hindert iPads an ihre Mitarbeiter auszugeben. Viele Unternehmen befinden sich in dem Dilemma, dass sie gerne iPhone und iPad ins Unternehmensumfeld bringen möchten, allerdings mit ihren vorhandenen Strukturen vor dem Problem stehen, neue Aufgaben hinsichtlich der Integration, dem Management und der Sicherheit erfüllen zu können.
Wolfgang Schwab von Experton sieht die Lage wie folgt: “Für die Integration von Tablet-PCs und das Management heterogener Infrastrukturen fehlt es schlichtweg auch an personellen Ressourcen”. Dieser Ansicht sind nach den Umfrageergebnissen 4 von 10 Entscheidungsträgern der IT-Abteilungen.
Auch die Unternehmenspolitik der letzten Jahre hat zu einem Hindernis geführt. Durch die Auslagerung der IT-Abteilungen fehlen nun die Kapazitäten um zu integrieren und zu administrieren. Was vor Kurzem noch zu einer Kostensenkung beigetragen hat, wandelt sich nun ins Gegenteil.
Aber auch die Anschaffungskosten für iPads und iPhones sind vielen Unternehmen zu hoch. Der Aufwand für die Bereitstellung sowie die Optimierung von Anwendungen für iOS-Geräte ist mehr als 75% der IT-Entscheider zu hoch und damit ein Grund für den Verzicht auf Apples Tablet. Auch die Sicherheit ist vielen ein zu großes Risiko: 69% der Befragten gaben an, dass die Sicherheit eines der Hauptbedenken sei.
Trotz aller Zweifel an der Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit der Integration der iOS-Geräte, nimmt die Zahl der in Unternehmen eingesetzten iPads drastisch zu. Experton geht davon aus, dass die Zahl der eingesetzten Apple-Tablets in Unternehmen in den nächsten zwei Jahren um gigantische 648% steigen werde. Die Prognose für das Wachstum anderer Tablets im Enterprise-Umfeld liegt bei vergleichsweise verschwindend kleinen 53%.
Die Zweifler, die sich aufgrund der erwarteten Probleme noch zieren, iPads in ihre Unternehmen zu bringen, werden wohl bald umdenken müssen. Natürlich sind die fehlenden Kapazitäten der Unternehmen eine Hürde, die zu nehmen ist. Allerdings gibt es genügend Integratoren, die solche Aufgaben extern übernehmen. Dieser Meinung ist auch der Experton-Berater Schwab: “Die Zurückhaltung der IT-Abteilungen ist verständlich, aber auf Dauer werden sie sich dem Anwenderdruck kaum entziehen können. Wenn die IT-Abteilungen Themen wie Security, Infrastruktur, Ressourcen oder Kosten intern nicht bewältigen können, dann kann eine externe Lösung der richtige Weg sein.”


