Intel-Mitbegründer Gordon Moore stellte in den 60er Jahren ein bis heute allgemein angesehenes und zutreffendes Gesetz auf: das Mooresche Gesetz. Dieses beschreibt, die jährliche Verdopplung von Transistoren und integrierten Schaltungen sowie der Halbierung der anfallenden Kosten. Wendet man dieses Gesetz auf die Dichte an Kristallen in LCD-Displays an, erhält man ein Ergebnis, welches die Hoffnungen auf ein Retina-Display im iPad zunichte macht: Ein Display in der geplanten Größe und mit der gewünschten Auflösung ist erst gegen Weihnachten 2013 realisierbar.
Diese Analyse wird von dem Entwickler Avery Pennarun geliefert und vom geachteten Tech-Blogger John Gruber unterstützt. Die beiden Fachmänner erklären den Einsatz des Retina-Displays im iPad 2 eine klare Absage und begründen dies mit der von Moore aufgestellten Gesetzmäßigkeit. Die im Gestz beschriebene Verdopplung der Transistoren treffe auch auf die Anzahl von Bildpunkten zu. Die im Vergleich zum iPhone enorm großen Abmessungen des iPad 2, machen eine solche Auflösung vorerst zur Utopie. Die einzige Lösung für Apple sei, laut den beiden Skeptikern die Verdrehung der Wahrheit und der Verkauf eines realisierbaren, aber niedriger aufgelösten Displays, welches trotzdem den Namen Retina-Display trage.


